Fräulein Immerglück

5 praktische Fakten, die ich gern vor der Kuba-Reise gewusst hätte

P1000961Ein bisschen verspätet: ein frohes neues Jahr erst mal! Im Januar, wenn die Wohnung frisch ent-weihnachtet ist und der Winter noch so lang vor einem liegt, werde ich ja oft von Fernweh gepackt. Neben Planungs-Aktionen für kommende Reisen sind Rückblicke auf vergangene Urlaube für mich meistens eine gute Maßnahme – und daher folgen jetzt noch ein paar neue Kuba-Blogposts.

Als ich in Kuba unterwegs war, gab es die eine oder andere Information, die ich auch gut vor der Reise hätte gebrauchen können. Oder „Probleme“, von denen ich gehört hatte, die aber eigentlich keine waren. Hier mal kurz zusammen gefasst…

Dinge, die man vergessen hat, kann man auch vor Ort kaufen
Klingt jetzt irgendwie banal, aber nach den Erzählungen von Bekannten und verschiedenen Blogposts entstand der Eindruck, in Kuba gebe es quasi keine Läden und alles, was man zu Hause vergessen habe, würde im Urlaub dann zu den Dingen gehören, auf die man einige Tage verzichten müsse. Es stimmt zwar, dass Kuba alles andere als ein Shopping-Paradies ist, aber gerade in den größeren Städten gibt es doch einige Geschäfte, in denen man notfalls Ersatz-T-Shirts oder Kosmetik-Artikel bekommt (letztere dann teils recht teuer).

P1050954

Kuba ist ein günstiges Reiseland – wenn man auf die richtige Währung achtet
In Kuba gibt es zwei Währungen: Den Peso Convertible für die Touristen und den Peso Cubano, mit dem die Bevölkerung bezahlt. Um alles schön extra kompliziert zu machen, ist der derzeitige Wechselkurz etwa 1:24 – also nix, was es einem im Alltag leicht macht, wenn man im Kopfrechnen durchschnittlich begabt ist. Das wissen natürlich auch Taxifahrer, Straßenverkäufer und andere auf Touristen spezialisierte Berufsgruppen, und deshalb solltet ihr immer auf zwei Dinge achten: Wenn beispielsweise Churros für 5 Pesos verkauft werden, dann handelt es sich mit Sicherheit um die die Kubanischen Pesos und nicht um CUC (und damit also den 24-fachen Preis). Da ihr in der Regel zumindest am Anfang der Reise mit CUC bezahlen werdet (und dem Händler dementsprechend eine wahrscheinlich viel zu hohe Summe in die Hand drückt), müsst ihr sehr, sehr penetrant sein, um auch das gesamte Wechselgeld (dann meist in Pesos Cubanos) zurück zu bekommen – oft versuchen die Leute nämlich erst mal zu zu tun, als seien CUC gemeint. Und gerade am Anfang solltet ihr immer genau prüfen, ob Euer Wechselgeld Euch in Pesos Cubanos oder CUC zurück gegeben wird.

P1050373

In Havanna sollte man immer darauf achten, wo man hergeht
Das bezieht sich weniger auf die Sicherheit (Kuba ist generell sehr sicher) als vielmehr auf den Boden: Die Straßen und Bürgersteige sind meist in einem ziemlich desolaten Zustand. Zudem habe ich insbesondere am Malecón ein paar ziemlich große Asphalt-Löcher und einige Gully-Öffnungen gesehen, die einfach so offen waren – wenn man nicht besonders groß ist, kann man da problemlos drinnen verschwinden, wenn man nicht aufpasst. Wenn ihr also nicht ständig umknicken, stolpern oder eben einfach im Untergrund verschwinden wollt, solltet ihr trotz der vielen Dinge, die es zu sehen gibt, ab und an auf den Boden schauen.

P1010124

Schuhe mit Absatz könnt ihr getrost zu Hause lassen
Für die weiblichen Leser unter Euch: Echt jetzt! Die einzige Stadt, die ansatzweise High-Heel-tauglich gewesen wäre, war Cienfuegos (und da es da einiges zu erlaufen gibt, ist es auch da Quatsch). Aber auf dem Land braucht ihr die Dinger eh nicht und in Havanna seid ihr in erster Linie damit beschäftigt in keine Asphalt-Löcher zu treten und über Schuttpisten zu gehen (siehe oben). Und das Kopfsteinpflaster in Trinidad ist zwar sehr hübsch anzuschauen aber darauf fühlen sich selbst Flip-Flops und Turnschuhe unbequem an.

P1010300

Man kann prinzipiell landesweit Geld abheben
Uns wurde vor der Reise gesagt, dass wir aus Mangel an Geldautomaten in Kuba unbedingt das für den Trip eingeplante Geld in Euroscheinen mitnehmen oder noch in Havanna abheben sollten (mit Kreditkarte, EC-Karten nützen nichts). Ehrlich gesagt war mir die Vorstellung mit so viel Barem herumzulaufen (oder es im Zimmer zu deponieren) nicht so ganz geheuer und daher hatte ich die Gastgeberin unseres ersten Casas in Havanna gefragt, wie es denn nun aussehe, mit den Möglichkeiten Geld abzuheben. Sie versicherte uns, dass es in eigentlich jeder Stadt eine Bank gebe, an der es auch für Touristen möglich sei, Geld zu bekommen – und das stimmte auch. Es gibt allerdings ein paar Dinge, die man dabei beachten sollte: Mit einer Gebühr von 10% ist das Abheben recht teuer (war es mir aber wert). Am Wochenende haben die Banken natürlich auch in Kuba geschlossen; da man im Urlaub ja schnell mal das Gefühl für Zeit verliert, habt ein wenig die Wochentage im Blick. Außerdem braucht ihr immer einen Ausweis zum Abheben (Kopie reicht nicht). Und außerdem achten die kubanischen Bankangestellten sehr genau darauf, dass die Unterschrift auf dem Ausweis vollkommen identisch mit der auf der Karte ist. Ist das nicht der Fall, dürft ihr Schriftproben abgeben und bekommt im Zweifelsfall nichts ausgezahlt.

Und noch ein Rat: Hebt nie, nie, nie auf den letzten Drücker ab. Die gesamte Reise hatte das Abheben einwandfrei funktioniert, nur am letzten Abend, an dem wir das Bargeld für Ausreisegebühr, das letzte Casa und die Fahrt zum Flughafen abheben wollten, waren die Verbindungen zu sämtlichen Kreditkartenanbietern abgebrochen. Auf unbestimmte Zeit natürlich. Und selbstverständlich hatten wir gerade fast alles an Barem für Zigarren und andere Souvenirs ausgegeben. Einer diffusen Vorahnung folgend hatte ich nach der Ankunft zum Glück 100 Euro in der Unterwäsche versteckt und nicht umgetauscht, so für alle Fälle. Das fiel mir nach einem kurzen Schreck-Moment auch recht schnell wieder ein. Mit den letzten CUC, die wir noch hatten und ein wenig Preisherunterhandeln hat es dann so gerade gepasst.

You Might Also Like...

No Comments

Leave a Reply

%d Bloggern gefällt das: