Fräulein Immerglück

Wellness aus 1001 Nacht: Das Hamam Hafen Hamburg

impressionen-01Die letzten Tage in Hamburg waren ziemlich kalt und schmuddelig – das perfekte Wetter, um einen Sonntag im SPA zu verbringen, wie meine Schwester und ich fanden. Statt in eine der klassischen Saunen oder SPA-Bereiche hier zu gehen, wollten wir eine Alternative testen: Ein Hamam.  Ich hatte noch nie eines besucht, aber oft schon Positives gehört. Wir entschieden uns für das Hamam am Hafen, von dem Bekannte von uns schon begeistert berichtet hatten. Anders als in einer üblichen Sauna kann man einen Aufenthalt dort nur mit der Buchung einer Anwendung kombinieren. Die Pakete kosten zwischen 30 und 180 Euro, unsere Wahl fiel auf das Paket 3: Körperpeeling, Einseifung und Waschung mit anschließender Öl-Massage.

Da ich das Ganze ja zum ersten Mal gemacht habe, hier aus „Hamam-für-Dummies-Sicht“: Für den Besuch muss man Bikinislip/Badehose, zwei Handtücher, Bademantel und Badeschuhe mitbringen. Das alles kann man notfalls aber auch gegen Gebühr vor Ort leihen. Nachdem wir ankamen, mussten wir erst mal bezahlen, dann wurden wir in bis zu den Umkleidekabinen begleitet und bekamen ein buntes Hamam-Tuch in die Hand gedrückt, an dessen Farbe die Hamam-Bademeisterin (im Fachjargon Nadir, wie google mir verriet) erkennen konnte, welche Anwendung wir gebucht hatten. Mit einem „Hamam-Tuch-Kleid“ um den Körper gewickelt wurden wir in das eigentliche Hamam geführt: Ein großer Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer recht großen erhobenen Steinfläche in der Mitte, kleinen Waschbecken und einer Steinbank am Rand sowie der „Behandlungs-Ecke“ hinter einem Sichtschutz.

impressionen-02Wir bekamen jeder ein kleines Schälchen in die Hand und der Hamam-Einweiser (sicherlich nicht der Fachbegriff) deutete an, dass wir uns damit das Wasser aus dem Waschbecken über die Schultern gießen sollten. Aus irgendwelchen Gründen habe ich daraus interpretiert, dass es dabei darum gehe, das Hamam-Tuch in möglichst kurzer Zeit vollkommen zu durchnässen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich damit richtig lag, aber angesichts der hohen Temperaturen fand ich das nicht ganz abwegig. Meine Schwester war schon mal im Urlaub im Hamam gewesen und wusste, dass man sich nach dem Bewässern auf den Stein legen sollte, der beheizt und damit als Liegefläche recht angenehm war. In erster Linie lagen wir dann eine ganze Weile auf dem Stein herum und auch, wenn das jetzt vielleicht langweilig klingt, war es tatsächlich ziemlich entspannend.

Nach einiger Zeit wurden wir zur Behandlung in dem abgetrennten Bereich abholt. Dort standen einige beheizte Stein-Liegen nebeneinander und die Nadir nahm mir mein Hamam-Tuch-Kleid ab. Spätestens an dieser Stelle sollte sicherheitshalber erwähnt werden, dass unter dem Tuch natürlich der Bikinislip getragen wird. Nach dem Peeling ließ mich die Nadir unter einer riesigen Wolke aus fluffigem, duftenden Schaum verschwinden, der anschließend mit sehr viel Wasser abgespült wurde. Dann gab es eine recht kräftige Ölmassage und zum Abschluss wurde ich noch mal im Sitzen ordentlich abgespült. Ich habe während des ganzen Prozedere Zeit und Raum ein wenig vergessen, aber ich schätze die Behandlungsdauer auf ca. 30 Minuten. Im Bademantel ging es dann in einen orientalisch eingerichtete Ruheraum mit vielen Kissen, wo wir bei Apfeltee langsam wieder im Hier und Jetzt ankamen.

impressionen-04Ich würde so einen Hamam-Besuch bei Gelegenheit auf jeden Fall wiederholen – das ganze Hamam-Ding im Allgemeinen und das Hamam am Hafen im Speziellen fand ich ziemlich toll. Zumal wirklich ausnahmslos alle Angestellten dort sehr herzlich und zuvorkommend waren.

Hamam Hafen Hamburg, Seewartenstraße 10 20459 Hamburg

http://www.hamam-hamburg.de

Bildnachweis: Hamam Hafen Hamburg (Die Kamera habe ich aus nachvollziehbaren Gründen natürlich nicht mit ins Hamam genommen…)

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No Comments

  • Reply
    Susanne
    9. Februar 2014 at 12:57

    Ach das klingt einfach entspannend und super….Wie teuer war denn eigentlich Euer Paket?

    • Reply
      fraeuleinimmerglueck
      9. Februar 2014 at 21:02

      Unser Paket hat 49 Euro gekostet, darin inklusive war ein Aufenthalt von drei Stunden im Hamam, was ich eine ganz gute Dauer finde.

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