Fräulein Immerglück

Wie mache ich das meiste aus meiner Sprachreise? Interview mit Laura Freire von Sprachdirekt

Laura (1)

(Werbung) Noch schöner als Reisen: Reisen und die jeweilige Landessprache zumindest soweit beherrschen, dass man sich ein wenig mit den Menschen vor Ort unterhalten kann. Dafür muss man natürlich erst mal ein bisschen lernen – und das geht meist am besten direkt im Land selber. Ich habe Laura vom Customer Support bei Sprachdirekt ein paar Fragen dazu gestellt, was ihr bei der Planung einer Sprachreise beachten solltet.

Sollte man sich auf den Sprachurlaub schon zu Hause vorbereiten – etwa indem man Vokabeln und Grammatik auffrischt – oder reicht es eurer Einschätzung nach, einfach los zu fliegen?
Es kommt ganz auf den eigenen Anspruch an. Eigentlich reicht es, einfach los zu fliegen und vor Ort zu schauen, was von den einmal erlernten Sprachkenntnissen noch übrig geblieben ist. Viel kommt auch sehr schnell ganz automatisch, wenn man die Sprache hört und liest und davon tagtäglich umgeben ist. Wenn man möglichst viel in kurzer Zeit lernen möchte, schadet es aber bestimmt nicht, sich auch zu Hause schon mal ein bisschen die alten Unterlagen aus Schulzeiten anzuschauen ;).

Wie erfolgversprechend ist es, völlig ohne Kenntnisse der neuen Fremdsprache in die Sprachferien zu fahren und wie lang sollte der Aufenthalt dann mindestens dauern?
Wenn man als kompletter Anfänger auf Sprachreise fährt, nimmt man in jedem Fall viel mit. Man lernt viel schneller als zu Hause die richtige Aussprache und hört den ganzen Tag Muttersprachler um sich herum. Das hat den Vorteil, dass sich der Sinn eines Wortes und Satzes meistens viel leichter von  selber erschließen lässt und so Assoziationen hergestellt werden, die man besser im Kopf behält. Um nach einer solchen Sprachreise vertraute Sachverhalte einigermaßen verstehen und sich mit sehr einfachen Worten mitteilen zu können, sollte man 3 bis 4 Wochen einplanen. Als Faustregel gilt, dass man in der Regel 4 Wochen benötigt, um sich um ein Sprachlevel zu verbessern. Hiervon kann es aber größere und kleinere Abweichungen geben, da es immer auch auf den Sprachschüler selber ankommt. Wie groß ist das Engagement und die Lernbereitschaft? Welcher Kurs wird gewählt? Ist bereits ein Sprachgefühl vorhanden oder fängt man bei null an? etc.

Bei Berufstätigen ist die Urlaubszeit pro Jahr ja begrenzt. Welche Möglichkeiten gibt es, Bildungsurlaub für eine Sprachreise zu nutzen und wobei sollte man bei der Auswahl des Programms achten?
Um die Sprachreise als Bildungsurlaub geltend zu machen, muss der Sprachkurs als Bildungsurlaub im entsprechenden Bundesland anerkannt sein. Hier gelten je nach Bundesland verschiedene Kriterien. Daher ist es am besten, sich beim Bildungsurlaubsanbieter genau über die jeweiligen  Kriterien zu informieren. Bildungsurlaub kann für 5 aufeinander folgende Kalendertage pro Jahr genommen werden. In einigen Bundesländern ist es möglich, den Bildungsurlaub von zwei Jahren zu einer Gesamtdauer von 10 Tagen zusammenzufassen. Leider hat nicht jedes Bundesland Bildungsurlaub. In jedem Fall ist die Mindestvorgabe, einen Sprachkurs mit 30 Unterrichtseinheiten zu besuchen – manchmal auch mehr – und es darf kein Feiertag in der Reisezeit liegen.

Mal abgesehen von den Kriterien für den Bildungsurlaub: Welche Aspekte sind bei der Auswahl einer Sprachschule generell wichtig?
Wir bei Sprachdirekt haben als Vermittler den großen Vorteil, dass wir uns die Schulen, mit denen wir zusammenarbeiten, selber aussuchen. Die Auswahl unterliegt einem strengen Prüfungs- und Kriterienkatalog. So ist es uns z.B. wichtig, dass die Lehrkräfte Muttersprachler und akademisch ausgebildet sind, ein durchdachtes Unterrichtskonzept bieten und kundenfreundlicher Service der jeweiligen Sprachschule an erster Stelle steht. Aber auch Lage, Entfernung der Unterkünfte, Qualität der Unterkünfte und des Schulgebäudes, angebotenes Aktivitätenprogramm etc. spielen eine wichtige Rolle. Mit Hilfe des Feedbacks unserer Sprachschüler kontrollieren wir  diese Qualität auch regelmäßig.

Unseren Service verbessern wir dadurch natürlich auch kontinuierlich. Dieses Jahr haben wir erstmals einen Katalog herausgebracht, in dem man nach all unseren Destinationen und Schulen stöbern kann. Diese Premiere haben wir mit einem Gewinnspiel kombiniert: Wer sich einen Katalog bestellt, kann ein iPad oder Sprachreise-Gutscheine gewinnen, mehr Infos dazu findet ihr hier

Wie alt sind die Teilnehmer eurer Reisen im Durchschnitt?
Das ist je nach Destination unterschiedlich. Meistens liegt es aber zwischen 20 und 30 Jahren.

Welche Möglichkeiten der Unterbringung gibt es bei Sprachreisen und welche sind eurer Erfahrung nach am beliebtesten?
Unsere Sprachschulen bieten von WG-Apartments, Residenzen, Gastgeber, Gastfamilien sowie Privatapartments und manchmal auch Hotels alles an. Unserer Erfahrung nach ist es am besten, bei einer Gastfamilie zu wohnen, da das im Unterricht Gelernte direkt aktiv angewendet werden kann. Im Gespräch mit der Familie festigt man automatisch sein Vokabular und wird geübt und vertraut im Umgang mit der Fremdsprache. Nicht zuletzt hat man bei Unterkunft in einer Gastfamilie natürlich auch Gelegenheit, die jeweilige Landeskultur hautnah zu erleben und das Alltagsleben einer einheimischen Familie kennenzulernen.

Wieder zurück zu Hause: Welche Tipps habt ihr, damit die neu erworbenen Sprachkenntnisse nicht bald wieder in einer gut versteckten Schublade im Hinterkopf verschwinden?
Es ist natürlich wichtig, die eigenen Sprachkenntnisse  nicht wieder einschlafen zu lassen. Hierzu bietet sich gut an, mal ein Buch auf der Fremdsprache zu lesen oder sich einen Film in Original-Version anzusehen. In größeren Städten gibt es auch sogenannte Tandem-Treffen, wo sich Muttersprachler und Nicht-Muttersprachler in lockerem Umfeld treffen, um miteinander zu reden und die jeweilige Sprache zu üben.

Liebe Laura, vielen Dank für das Interview!

Gesponserter Post: Dieses Interview ist mit Unterstützung von Sprachdirekt entstanden.

Bildnachweis: Sprachdirekt

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